Am 11.12.2024 brachen die Klassen L11b und Teile der L12b um 7.30 Uhr zu einer Exkursion auf. Die Tierwohlfahrt, führte uns zunächst zu einem Schweinebetrieb mit Tierwohlstall der Familie Stodal in Freudenbach bei Creglingen in Baden-Württemberg.
Am 11.12.2024 brachen die Klassen L11b und Teile der L12b um 7.30 Uhr zu einer Exkursion auf. Die Tierwohlfahrt, führte uns zunächst zu einem Schweinebetrieb mit Tierwohlstall der Familie Stodal in Freudenbach bei Creglingen in Baden-Württemberg.
Der Schweinebetrieb umfasst 250 Zuchtsauen und 1200 Mastschweine. Auf 140 ha baut er fast ausschließlich eigenes Futter an wie Raps, Zuckerrübe, Mais, Weizen, Triticale und Gerste. 2010 hat er dann angefangen die Schwänze der neugeborenen Ferkel nicht mehr zu kupieren. In seinem Ferkelaufzuchtstall legt er sehr viel Wert auf den Tierkomfort, der Stall ist mit Auslauf auf Spaltenboden und im Inneren mit Ruhekisten mit Wandheizung aufgebaut. Im Kotbereich am Übergang nach außen läuft ein Unterflurschieber. Durch das tägliche Entfernen des Kotes sind seine Ammoniakwerte im Stall fast bei null. Zusätzlich haben die Ferkel noch Heu, Luzerne und Knabberseile als Beschäftigung.
Vermarktet werden die Mastschweine über die UEG an Rewe oder Kaufland. Die Zuschläge für die Haltungsstufe 3 sind aus Sicht des Betriebsleiters zwingend nötig, da die Schweine im Außenklima und mit Langschwanz wesentlich mehr Arbeit machen.
Mit verschiedensten Futterzusätzen versucht Martin Stodal die Ferkel gesund und munter aufzuziehen. Sei es Gesteinsmehl, Hopfendolden, ätherische Öle oder Heu, getrocknete Luzerne oder gesundes Stroh. Je nach Beobachtung der Tiere wird dies den Schweinen zur Verfügung gestellt.
Sein eigenes Getreide geht bevor es geschrotet wird durch eine Maschine, damit wird ein Großteil der Giftstoffe auf der Schale des Korns entfernt.
Zum Mittagessen waren wir in einer Pizzeria essen. Danach fuhren wir zum Milchvieh- betrieb der „Hof Aischland Milch GbR.“ Diese besteht aus der Familie Beck und der Familie Stolz. Im Betrieb arbeiten die 2 Söhne und Herr Beck, Herr Stolz, ein Festangestellter und ein Teilzeitangestellter.
2010 bauten sie zusammen einen Milchviehstall mit 300 Milchkühen und Kälberaufzucht. Von den 4 Betriebsleitern hat jeder sein eigenes Aufgabengebiet wie zum Beispiel, das Melken und die Fütterung, Kälberaufzucht oder Außenwirtschaft.
Nach 6 Monaten werden die Kälber nach Thüringen ausgelagert, dort werden sie aufgezogen, besamt und kommen 6 Wochen vor dem Kalben wieder auf den Betrieb.
Die 2 Familien bewirtschaften insgesamt 300 ha, wovon 100 ha Grünland sind. Auf dem Rest werden Weizen, Triticale, Dinkel, Gerste und Ackerfutter angebaut. Durch eine 75 kW Biogasanlage, die mit 95 % Gülle und mit 5 % Futterresten läuft, wird die Gülle noch sinnvoll verwertet, bevor sie als organischer Dünger auf Felder und Wiesen ausgebracht wird.
Die Kühe sind in 2 Leistungsgruppen aufgeteilt. Beide Gruppen werden zweimal pro Tag in einen Melkkarusell mit 28 Plätzen gemolken. Die Fütterung besteht hauptsächlich aus Mais und Gras sowie geringe Mengen CCM, Melasse oder Pressschnitzel und anderen Komponenten. Das Futter wird mehrmals pro Tag mit einen Futterschiebroboter herangeschoben, um die Futteraufnahme zu erhöhen und schwächeren Tieren eine entspannte Futteraufnahme zu gewähren. Die Kuhherde besteht aus 50% Fleckvieh, 45% Holstein und 5% diversen Rassen, wie zum Beispiel Jerseys.
Ungefähr die Hälfte der Herde wird mit gesextem Sperma besamt, außerdem wird bei ausgewählten guten Kühen ein Embryo Transfer gemacht. Um kranke oder brünstige Kühe genauer zu beobachten, können diese gleich nach dem Melkkarusell selektiert werden. Die trächtigen Kühe kommen 2 Wochen vor dem Kalben in einen Tiefstreustall.
Die Bullenkälber werden nach 4 Wochen verkauft die weiblichen Kälber werden aufgezogen und kommen wie oben genannt nach 6 Monaten auf einen Aufzuchtbetrieb.
Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei den Betriebsleitern der beiden Betriebe bedanken, die uns sehr offen und ehrlich und voller Begeisterung durch ihren Betrieb geführt haben.
Außerdem danken wir Fokus Tierwohl, welches uns die Fahrt durch die komplette Kostenübernahme wunderbar finanziert hat.
Text: Christian Herbst und Lukas Gottschalk
Bild: Waldemar Hein (FL)
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